Freitag, 21. April 2017

Editorial


Liebe Führungskräfte,

ja, Sie haben es nicht leicht! Von morgens bis abends gehetzt, immer unter Strom und mit dem Gefühl unterwegs, nie fertig zu werden. Von jetzt auf gleich müssen Sie in ein anderes Kostüm, einen anderen Anzug springen: Haben Sie mal gezählt, wie viele unterschiedliche Rollen Sie im Laufe eines Tages einnehmen, wie viele verschiedene Erwartungshaltungen Ihnen entgegen schwappen?

All das kann man mit einem Wort zusammenfassen: Hamsterrad! Sie möchten da „raus“? Und denken im gleichen Moment, dass das eigentlich unmöglich ist? Natürlich ist es möglich – und gar nicht so schwer. Wenn ich es geschafft habe, wird Ihnen das doch auch gelingen oder?

Ich selbst habe nach langer Überfokussierung auf mich selbst und meinen beruflichen Mikrokosmos wieder wahrgenommen, wie bunt die Welt ist und wie man im Gespräch mit möglichst weit entfernten 'Externen' interessante Perspektivwechsel vollziehen kann. Ohne die Unterstützung durch Coaches oder Mentoren wäre mein persönlicher Change schwierig bis unmöglich gewesen.

Warum tun Leader sich nur so schwer, externe Unterstützung zu Rate zu ziehen, wenn es um sie selbst und ihre Balance geht? Dieselben Menschen bringen wie selbstverständlich ihre Autos in Werkstätten, lassen die eigenen vier Wände von Malern bearbeiten und gehen zum Arzt, wenn es mal wieder irgendwo ziept. Nur, wenn es um die eigene mentale Balance geht, glauben sie nicht daran, dass ihnen irgendjemand helfen könne. Oder liegt es wohlmöglich am lieben Geld? Sich über Jahre allein durchzuwurschteln ist allemal teurer, als jeder Berater oder Coach. Und im Firmenkontext helfen öffentliche Fördermittel die Investitionen im Rahmen zu halten.

Lesen Sie auf den folgenden vier Seiten, was ich in meinem Berater- und Coach-Alltag erlebe und wie ich dazu beitrage, meinen Kunden die Last von den Schultern zu nehmen. Ich würde mich freuen, wenn auch Sie sich bei Bedarf für eine externe Unterstützung entscheiden könnten.

Herzlichst
Ihr Carsten Bollmann

Mittwoch, 5. April 2017

Die 12 Gesetze für nachhaltigen Erfolg // Teil 3

Nachdem wir in den letzten beiden Blogs bereits 8 der 12 Gesetzte für nachhaltigen Erfolg in der Unternehmensführung behandelt haben, kommen wir heute zu den letzten vier Gesetzen, die für eine gelebte Vertrauenskultur, gute Kommunikation und damit Authentizität stehen. Wer diese Kräfte als Unternehmen ausbildet, für den steht der Mensch im Mittelpunkt mit Fokus auf Werteorientierung, Sinnhaftigkeit und Unternehmenskultur. Wichtige Stichworte sind darüber hinaus: Engagement, persönliche Entwicklung, Verantwortung, Service, Kommunikation, Zufriedenheit und Sicherheit.

9)  Begeisternde Marktharmonie: bemühe dich stets um spürbare und sichtbare Marktharmonie!
 

Gut miteinander klarkommen, ist mitunter leichter gesagt als getan. Problematisch wird es allerdings, wenn man auf gewisse Art und Weise aufeinander angewiesen ist. Gerade in kleinen Branchen oder in regional begrenzten Gewerben sind ein Festhalten an den eigenen Werten und ein authentisches Auftreten das A und O. Versuchen Sie lieber, sich zu vernetzen, statt sich gegen den Wettbewerb zu verschwören.
 

10) Authentische Botschaft mit Ziel: kommuniziere erreichend und zielgerichtet!
 

Auch wenn wir jeden Tag kommunizieren, tun wir das häufig doch zu wenig oder unvollständig. Wir geben nicht alle Informationen weiter, wir setzen Verstehen voraus und geben damit auch keine Möglichkeit, nachzufragen. Gerade im Gespräch mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern ist eine klare Kommunikation essentiell. Holen Sie hier Ihr Gegenüber dort ab, wo er steht und sprechen Sie die Sprache von dem, den Sie erreichen wollen.
 

11) Vertrauende Mannschaft: bilde eine vertrauende und zutrauende Gemeinschaft aus allen Mitarbeitern, Führungskräften und Nachfolgern!
 

Gute Stimmung ist unersetzlich. Sie können Ihren Mitarbeitern noch so viel Gutes tun, wenn es Konflikte im Team gibt, werden sie nur ungern zur Arbeit kommen. Mit Menschen, mit denen wir uns verstehen, arbeiten wir lieber und besser zusammen. Eine vertrauensvolle Atmosphäre ist deshalb nicht nur angenehm für alle, sie ist auch produktiv.
 

12) Rigorose Disziplin: verbessere rigoros, mit System und Disziplin!
 

Stillstand ist Rückschritt. Das gilt natürlich auch für Sie und Ihr Unternehmen. Deshalb sollten Sie stets an der Verbesserung arbeiten. Mitunter führt dieser Wille leider dazu, dass heute in die eine, morgen in die andere Richtung „verbessert“ wird, was wertvolle Ressourcen und Zeit kostet bei eher geringem bis gar keinem Effekt. Wer dagegen systematisch vorgeht, einer bestimmten Strategie folgt und diese diszipliniert verfolgt, wird schon bald tolle Ergebnisse sehen.


Sie würden sich und Ihr Unternehmen auch gerne mal auf die 12 Gesetze untersuchen lassen? Dann sprechen Sie mich gerne an.



 


Donnerstag, 23. März 2017

Die 12 Gesetze für nachhaltigen Erfolg // TEIL 2

Im letzten Blog haben wir begonnen, die ersten vier der 12 Gesetze für nachhaltigen Erfolg in der Unternehmensführung vorzustellen (lesen Sie die Einführung gerne nach, falls Sie diese verpasst haben). Heute widmen wir uns den nächsten vier Gesetzen, die für eine klare strategische Ausrichtung sowie Kreativität und Durchsetzungskraft stehen.

Unternehmen und Unternehmer, die diese Kräfte ausgebildet haben, verfügen über einen hohen Wiedererkennungswert, stehen für innovative Ideen und sind in der Lage auch ihren Kunden und Lieferanten ihren hohen Nutzen glaubhaft zu vermitteln. Wichtige Stichworte sind hier: Leistungen von Morgen, Ideen, Wissbegier, Lernen, Investitionen, Raum für Wachstum, Kreativität, Mut und Durchhaltevermögen.


5)  Offene Entwicklungsleidenschaft: Führe, fordere und fördere aus Leidenschaft!
 

Eine Führungskraft sollte nicht nur Manager, sie sollte auch Leader sein. Das spiegelt dieses Gesetz wider: Wer selbst liebt, was er tut, ist in der Lage auch andere mitzuziehen – allen voran die eigenen Mitarbeiter, aber auch Lieferanten und Kunden. Mit Leidenschaft geht man immer wieder mit frischem Geist an hartnäckige Probleme, wird zum Vorbild und motiviert.
Wer seine Mitarbeiter ermutigt, statt sie in starre Strukturen zu drücken, hat die Chance, von den Ideen und Potentialen, die Mitarbeiter über ihre Arbeitsleistung hinaus ins Unternehmen einbringen, zu profitieren.
 

6) Arroganzfreiheit: Zeige Toleranz für Innovation und neue Wege!
 

Gerade, wenn man schon länger in einem bestimmen Geschäft oder einer bestimmten Branche unterwegs ist, glaubt man schnell zu wissen, wie der Hase läuft. Kommen dann jüngere oder unerfahrenere Mitarbeiter mit neuen Vorschlägen oder Ideen, ist man schnell in der Haltung: „Das funktioniert nicht“. Das demotiviert Mitarbeiter und wird auch das Unternehmen nicht weiterbringen. Bleiben Sie stattdessen immer offen und schauen Sie sich die Vorschläge genau an, investieren Sie Zeit in sie. Vielleicht haben Wege mal nicht funktioniert; werden Sie nicht müde, sie nochmal auszuprobieren und ggfs. zu optimieren.
 

7) Positive Kundenenergie: Entwickle eine servicebereite und proaktive Kundenorientierung!
 

Ein guter Service ist das A und O einer Kundenbetreuung. Aber im Gegensatz zu Neukunden werden Bestandskunden häufig weniger beachtet und umsorgt. Beispielsweise bei Handyverträgen: Wer nicht kündigt, bekommt auch kein gutes Angebot – so ist die Regel. Aber ist das wirklich serviceorientiert? Kundenbindung funktioniert anders. Unternehmen und Unternehmer, die sich aktiv für ihre Kunden einsetzen und vorrausschauend handeln, verlieren weitaus weniger Kunden an den Wettbewerb. Zufriedene Kunden sind treue Kunden!
 

8) Fairness im Netzwerk: Lebe und pflege eine klare Partnerschaft mit Kunden und Lieferanten!
 

Neben Kunden sind Netzwerkpartner wie Lieferanten oder Branchenkollegen wichtige Bezugspersonen, die es zu pflegen und fair zu behandeln gilt. Kommt es zu Unstimmigkeiten, versuchen Sie diese gut zu regeln, statt ihnen aus dem Weg zu gehen – gerade in regional verwurzelten Unternehmen treffen immer wieder dieselben Menschen aufeinander. Eine ungeklärte Situation kann dann schon genau der Stolperstein sein, weshalb man zu wichtigen Veranstaltungen nicht eingeladen oder von Projekten nicht angefragt wird.



Dienstag, 14. März 2017

Die 12 Gesetze für nachhaltigen Erfolg // TEIL 1

In meiner Arbeit mit Kunden verwende ich gerne und häufig die Alchimedus®-Methode, um Unternehmen effizient in ihrer Entwicklung zu begleiten. Ihr Kern ist eine Potenzialanalyse, deren Ergebnisse über 3 Fragebögen ermittelt werden. Schon bei der Beantwortung der Fragen findet ein Reflexionsprozess statt. Die daraus entstehenden Erkenntnisse sind dann stets Ausgangspunkt für positive Veränderungen und beschreiben ziemlich genau den Ist-Zustand des Unternehmens.
Aufgeteilt sind die Fragen auf die drei Erfolgskräfte eines Unternehmens:

1) Strukturkraft: 
  • Wie steht es um die Fachkompetenz des Unternehmens? 
  • Wie gut sind die Prozesse?
  • Wie wird geplant/kontrolliert?

2) Aufbruchkraft:
  • Wie zukunftsorientiert ist das Unternehmen?
  • Wird über den Tellerrand hinaus geschaut?

3) Gemeinschaftskraft: 
  • Wie geht das Unternehmen mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern um?

Die Ausprägung und Nutzung der drei Erfolgskräfte wird über 20 Fragen, zu denen jeder Befragte durch seine Einschätzung auf einer Skala von 1 bis 10 Stellung nimmt, bewertet. Dabei trägt die Methode der Einzigartigkeit von Unternehmen Rechnung; denn jedes Unternehmen ist eine eigene gewachsene Konstellation von Ressourcen und Fähigkeiten. Eigentlich nutzt die zuvor genannten Erfolgskräfte auch schon jeder – nur eben der eine mehr und der andere weniger. 



Die 12 Erfolgsgesetze nach Alchimedus®

Um Unternehmen schnell und einfach verständlich auf die Erfolgsspur bringen zu können, hat Alchimedus® 12 allgemein gültige Erfolgsgesetze formuliert. Diese wurden inzwischen in über 15.000 Unternehmensanalysen und unzähligen Unternehmer-Interviews immer wieder bestätigt. Die Anwendung der Erfolgsgesetze macht den Unterschied zwischen nachhaltig erfolgreichen und erfolglosen Unternehmen bzw. Unternehmern/-innen aus. Heute möchte ich mich den ersten vier davon widmen. 


Visionäre Identität: Zeige und lebe eine begeisternde Vision und Identität!

Einer Unternehmensgründung geht häufig eine Vision voraus: Was soll das Vermächtnis des Unternehmens sein? Warum mache ich das eigentlich? Und was steht hinter der Arbeit? Was ist das große Ganze?

Wer keine Vision hat, also keinen Zielhafen, wird das Schiff heute Richtung Süden lenken, morgen dann Richtung Norden – ergo: Er wird nirgends ankommen. Deshalb ist eine Vision essentieller Bestandteil und sollte nicht nur vom Unternehmer selbst, sondern auch von seinen Partnern und Mitarbeitern erklärt werden können.

Was auch dazu gehört: Gemeinsame Werte. Unternehmen, deren Mitarbeiter nicht ähnliche Werte haben wie das Unternehmen selbst, geraten immer wieder störend aneinander und verfolgen am Ende unterschiedliche Ziele, die zu Konflikten führen. Aus diesem Grund ist es schon bei der Bewerbung wichtig, die Werte der potenziellen neuen Mitarbeiter abzuklopfen. 


Strategischer Fokus: Formuliere und vermittle eine klare Weg- und Zielorientierung!

Unternehmen brauchen eine Strategie, die stringent verfolgt wird und die sich in allen Unternehmensbereichen konstant widerspiegelt. Ist dies nicht der Fall, wirkt das Unternehmen nicht nur für die eigenen Mitarbeiter, sondern auch für Partner und Kunden inkonsequent. Ein Beispiel dafür wäre, dass ein Unternehmen, das ein sehr umweltfreundliches Produkt herstellt, selbst nicht den Müll trennt. Wer sich auf die Fahne schreibt „Wir sind umweltfreundlich“, darf hier nicht schwächeln. 


Ökonomische Achtsamkeit: Pflege stets den sicheren Umgang mit Kapital und Ressourcen!

Stellen wir uns vor, wir würden nicht ein Unternehmen führen, sondern ein Haus bauen. Es gibt beim Hausbau sicherlich genügend, auf das Sie verzichten könnten, beispielsweise einen goldenen Wasserhahn. Auf ein Dach dagegen können Sie nicht verzichten – zu unterscheiden was notwendig und was hinreichend ist, ist dabei essentiell. Außerdem müssen die Architekten, Bauingenieure, Bauarbeiter und Handwerker nicht nur gut ausgebildet sein, sie müssen auch das richtige Equipment haben, um das, was Sie wollen, qualitativ hochwertig umsetzen zu können. Und wenn Ihnen mitten im Bauen Geld oder Ressourcen ausgehen – steht das ganze Vorhaben auf der Kippe. Genauso ist es bei Unternehmen: Wer hier darauf achtet, dass Kapital und Ressourcen gesichert sind, der kann nicht böse überrascht werden. 


Bestleisterverlangen: Gewährleiste kontinuierliche Perfektion in Ablauf und Prozessen!

Qualität ist ein großes Thema im Unternehmenskontext. Gute Prozesse sorgen für hohe Qualität. Deshalb macht es immer Sinn, die eigenen Prozesse zu überprüfen und genauer hinzusehen: Wer trifft welche Entscheidung und warum? Sind die Schnittstellen zwischen den einzelnen Prozessschritten exakt definiert? Darüber hinaus sollte der Unternehmer seine Mitarbeiter durch Ressourcenplanung, Firmenstruktur und gute Organisation optimal unterstützen. Die Etablierung eines wirksamen kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird Wunder wirken. Nur so kann aus einem gewonnenen Kunden ein langjähriger Kunde werden.

Schauen Sie in 14 Tagen wieder bei mir vorbei; dann lernen Sie die nächsten 4 Erfolgsgesetze kennen.

Dienstag, 28. Februar 2017

Chef-Sein macht mitunter einsam

Ich liebe dieses Glänzen in den Augen meiner Mandanten, wenn sie am Ende eines Gespräches dadurch zum Ausdruck bringen, dass sie zu wesentlichen, neuen Erkenntnissen gekommen sind. Aber der Weg dahin ist mitunter weit ...
In den abschließenden Feedbackgesprächen zu von mir begleiteten Beratungsprozessen kommt es an den Tag: Glaubenssätze sind es, die einen Optimierungs- oder Veränderungsprozess häufig verhindern. Immer wieder höre ich Sätze wie
  • Ich muss das allein schaffen: man erwartet das von mir!“
  • Keiner kennt das Unternehmen so gut wie ich! Wer soll mir schon helfen ...“
  • Unternehmensberatungen stülpen uns ja nur ihre vorgefertigten Konzepte über und lassen uns bei der Umsetzung im Stich"
  • Mit wem sollte ich mich schon besprechen können?“



Und in der Tat: Die üblichen Verdächtigen wie Steuerberater und Rechtsanwälte kommen zur Unterstützung des Unternehmers und seiner Führungskräfte nur bedingt in Frage; sind Sie doch die klassischen Vertreter der „harten Faktoren“. Bei ihnen stehen Zahlen, Daten und Fakten, Bestimmungen, Gesetze und sonstige Regularien im Vordergrund. Mittlerweise hat sich aber auch in der Wissenschaft die Erkenntnis durchgesetzt, dass für nachhaltigen Erfolg viel mehr die „weichen Faktoren“ Ausschlag gebend sind. Die klassische BWL stößt an ihre Grenzen: Ohne fundierte Kenntnisse in den Themen Führung, Change, Kommunikation, Konfliktmanagement und Coaching kann heute kein Unternehmer, keine Führungskraft dauerhaft mehr bestehen.

Diese Kompetenzen werden im übrigen auch von den auf den Arbeitsmarkt drängenden Generationen (Generation x,y,z) erwartet. Diese jungen Arbeitskräfte haben vieles davon in ihren Bachelor- und Masterstudiengängen vermittelt bekommen und haben zu dem ein gänzlich anderes Werteverständnis. All dies war aber nie Teil der meist 20 – 30 Jahre zurück liegenden Ausbildungsinhalte heutiger Unternehmer und Führungskräfte, zumal viele von ihnen noch mit dem Prinzip ‚learning by doing‘ groß geworden sind.

Also was tun, um am Ende des Tunnels wieder Licht zu entdecken?

Um Impulse von außen werden Unternehmensverantwortliche kaum herum kommen. Braucht es dafür aber gleich eine klassische Unternehmensberatung? Ich meine, NEIN!
Was die Verantwortlichen brauchen, sind Begleiter, die sich als Sparringspartner, Impulsgeber und Business Coach verstehen; Gesprächspartner, die die Sorgen und Nöte von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) kennen und verstehen. Und darüber hinaus wissen, wie man diese mit Fördermitteln unterstützen kann. So können schon mit kleinen Budgets große Effekte erzielt werden.

Und am Ende heißt es dann immer: "Warum habe ich nicht schon früher einen Externen auf mein Unternehmen blicken lassen".


Dienstag, 26. April 2016

Arbeiten Sie im oder schon am Unternehmen?



Die Euphorie war groß: die erste eigene Firma, selbst gestaltete Räumlichkeiten, eigene Kunden und die erste Rechnung auf neuem Briefpapier! Das damit verbundene Gefühl hilft, Berge zu versetzen! 

Das Geschäft entwickelt sich kontinuierlich, ein Erfolgserlebnis jagt das nächste. Aber irgendwann gibt es auch erste Pannen und Probleme. Kundenanzahl und Belegschaft wachsen weiter an und plötzlich stellt man sich die Frage, ob es noch die eigene Firma ist, in der man arbeitet. Die Arbeit fängt an, einem über den Kopf zu wachsen, stete Überforderung ist der Begleiter. Warum kommt es immer wieder zu solchen Entwicklungen?

Am Anfang steht häufig eine zündende Idee, eine besondere Fähigkeit oder Leidenschaft. Die damit verbundene Energie reicht eine Zeit lang, um die Dinge im 'Multitasking' voran zu treiben. Erst sind es 10 Mitarbeiter, dann 30 und plötzlich schon 60. Für kleine und mittlere Unternehmen stellen diese Entwicklungsschritte wichtige Meilensteine dar, die im Unternehmen häufig aber nicht bewusst wahrgenommen werden. In der Folge werden weder Arbeitsweisen noch Organigramme und Prozesse angepasst. Und am Ende steht die Erkenntnis, dass die Kosten die Erlöse auffressen. 

Fredmund Malik hat uns gelehrt, dass Management ein eigener Beruf ist, der Beruf der Effektivität. Das von Ihm entwickelte Führungsrad beschreibt die Aufgaben umfänglich. Malik selbst spricht in diesem Zusammenhang auch von notwendigem Handwerkszeug. Erfolgreiche Führung benötigt darüber hinaus aber auch soziale Kompetenzen, neudeutsch heute als Soft Skills bezeichnet. Unternehmer, Handwerker, selbstständige Ärzte: Wann haben diese Berufsgruppen in ihrer Ausbildung etwas zu den zuvor genannten Themen gehört? Die Antwort lautet häufig: "Nie!" Soft Skills gehören bis heute meist nicht zur Regelausbildung. Und nu? 

Holen Sie sich externe Unterstützung. Es muss ja nicht gleich eine der großen Unternehmensberatungen sein; aber ein Impulsgeber oder Sparringspartner, der sich auf die zuvor genannte Zielgruppe spezialisiert hat, kann Ihnen neue Perspektiven eröffnen, mit Ihnen die Dinge identifizieren, die bei der Organisationsentwicklung wirklich wichtig sind. Arbeiten Sie nicht mehr nur im Unternehmen: Fangen Sie an, am Unternehmen zu arbeiten. Überprüfen Sie, wie ausgeprägt in Ihrem Unternehmen die drei Erfolgskräfte Struktur, Aufbruch und Gemeinschaft (s. Bild oben) ausgebildet sind. Beziehen Sie dabei auch Ihre Mannschaft mit ein; Sie werden bei ihr alternative Sichtweisen finden und alle Ressourcen, die Sie für eine Kursoptimierung brauchen. Der Externe übernimmt dabei die Rolle des Moderators, um den Veränderungsprozess voran zu treiben.

Machen Sie sich auf den Weg zu neuen Ufern; dann braucht Ihnen vor der Zukunft nicht Bange sein. Ja, Sie werden sich sogar auf sie freuen, weil Sie sie selbst gestaltet haben.

Sonntag, 10. April 2016

Das Erfolgsrezept für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Seit je her habe ich mein Herz an den deutschen Mittelstand verloren: Fast 20 Jahre im Deutsche Bank Konzern als Betreuer dieser Kundengruppe, seit 2012 auch im Rahmen meiner Selbstständigkeit im Sinne der Kursoptimierer. Immer wieder fasziniert mich das mit Herz und Leidenschaft gelebte Unternehmertum, die Weiterentwicklung einer guten Idee über Generationen hinweg, zum Teil bis hin zum Erreichen einer Weltmarktführerschaft. In keinem anderen Land unserer Welt ist der Mittelstand so leistungsstark und innovativ, ja schlichtweg Säule der Wirtschaft.


Aber natürlich geht es nicht allen KMU so rosig, wie eingangs beschrieben. Von Insolvenzverwaltern höre ich, dass es viele Unternehmen gibt, die immer wieder die gleichen Fehler machen; selbst wenn sie bereits einmal Pleite gegangen sind. Oft reicht eben eine gute Idee nicht alleine. Die Defizite fangen häufig bei den kaufmännischen Grundkenntnissen an. Während hier in vielen Fällen der Steuerberater noch weiterhelfen kann, steht der Unternehmer bei den Themen 'Management' und 'Führung' ziemlich alleine da. Er ist sich meist noch nicht einmal der Tatsache bewusst, dass er im Hamsterrad der Tagesarbeit pausenlos unterwegs ist und dabei die Weiterentwicklung von Kunden, Mitarbeitern, ja des ganzen Unternehmens aus den Augen verloren hat. Meist gehörter Satz: "Ja, eigentlich müsste man mal ...".

Drei Dinge fehlen dem Unternehmer in dieser Situation: Der Mut zum Innehalten, zum ersten Schritt und die richtige externe Begleitung. "Was, ich soll einen Unternehmensberater engagieren? Dafür habe ich weder Zeit noch Geld. Auch kennen die sich in meiner Branche doch gar nicht aus." So oder so ähnlich höre ich das immer wieder.

Was wäre denn, wenn der 'Externe' mehr Begleiter und weniger Berater ist? Wenn er über eine Methode verfügen würde, die speziell auf KMU zugeschnitten ist? Und wenn schließlich ein solcher Prozess auch noch vom Staat gefördert würde? Ja, dann ist der Unternehmer wieder bereit, zu zuhören.

Die Methode heißt Alchimedus® und wurde von Sascha Kugler und seinem Team vor gut 10 Jahren entwickelt. Seit dem wurden damit mehr als 16.000 Unternehmen erfolgreich 'auf Kurs' gebracht. Wissenschaftlich basiert sie auf den Ergebnissen von mehr als 180 Erfolgsstudien*; Alchimedus® versteht sich daher als ein Meta-Modell. All diese Studien und mehr als 10.000 Unternehmerinterviews führten zu einem Frageninventar, das alle Aspekte erfolgreicher Unternehmensführung beinhaltet und nach Beantwortung durch den Unternehmer und seiner (Führungs-)Mannschaft den Status Quo der Firma widerspiegelt.

Wichtigster Baustein im Prozess ist aber ein von einem Alchimedus®-Master moderierter Workshop, in dem die Befragungsergebnisse diskutiert werden. Im Verlauf bekommt der Unternehmer immer wieder den Spiegel vorgehalten und erkennt häufig, welche ungeahnten Ressourcen in seinem Unternehmen stecken. Am Ende des Workshops verfügt das Unternehmen über einen riesigen Fundus an Optimierungspotenzial, das zunächst in 3 konkrete, nachhaltige Zukunftprojekte mündet. Der vom gesamte Team benannte Umsetzungsmanager hat in den Folgemonaten die Verantwortung, die Realisierung der Projekte voranzutreiben.

Die Kosten für den geschilderten Prozess halten sich in Grenzen: Zwischen 3.000 und 5.000 Euro liegt der Aufwand; max. 1.500 Euro davon werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds über das Bundesamt für Ausfuhr und Finanzen (BaFa) gefördert.

Im Management und bei der Führung kommt es weniger auf die Branche, viel mehr auf die Größe des Unternehmens an. Sind Sie Unternehmer oder Führungskraft in einem KMU? Dann machen Sie sich auf den Weg; denn Sie wissen ja: 'Der Weg legt sich unter die Füße des Laufenden!'

* neben den TQM-Systemen wie EFQM, ISO, Six Sigma, Deming zählen hierzu auch Studien wie Gallup, die Verdi-Studie sowie Autoren wie z. B. J. Collins, R. Sprenger, N. Hill, Waterman und viele mehr.